Es ist mir entfallen


Heute Morgen ging mir die ganze Zeit etwas im Kopf herum und jetzt weiß ich es nicht mehr.
Es war ein Thema, über das ich heute schreiben wollte.
Vergesslichkeit war es nicht, das hätte ich nicht vergessen. Das hatte irgendetwas mit einem Spruch zu tun, wie »Morgenstund hat Gold im Mund«. Der war es nicht, aber was Ähnliches.

Da hilft nur eines, ablenken und hoffen, dass es spontan wiederkommt. Wer jetzt über einen verlorenen Gedankengang nachgrübelt, kommt nicht mehr drauf.

Übrigens, das mit der Morgenstund ist eine wortgetreue Übersetzung des lateinischen Lehrbuchsatzes: »aurora habet aurum in ore«.
Erasmus von Rotterdam schrieb das in einem Brief an seinen Schüler Christian Northoff.

Das wollte ich aber nicht erzählen!

Ich lasse mich zu leicht ablenken. Kaum habe ich einen Gedankengang, kann es passieren, dass ich mich darin verliere. Das mag ja in vielen Fällen schön sein, es kann aber lästig werden, wenn man andauernd vom Thema abkommt, besonders, wenn man das ursprüngliche vergessen hat.

Wussten sie, dass besagter Erasmus das uneheliche Kind des Priesters Rotger Gerard aus Gouda und seiner Haushälterin, war? Er hatte noch einen älteren Bruder, der Peter hieß.

Die haben das mit dem Zölibat nicht so genau genommen, bei den Prachtbuben!

Das hinderte Erasmus nicht daran, ein bedeutender niederländischer Gelehrter des Renaissance-Humanismus zu werden. Er war Theologe, Priester, Augustiner-Chorherr, Philologe und Autor zahlreicher Bücher.

Wäre der Zölibat von beiden eingehalten worden, wäre der Welt ein bedeutender Gelehrter durch die Lappen gegangen.

Und wer Christian Nordhoff war, schauen sie bitte selber nach!

25.6.17 10:31

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