Wir können uns nur dort hinunterstürzen wo ein Abgrund ist

oder: auch in einer kleinen Pfütze kann man ertrinken


Skurrile Tage fangen banal an, allerdings entwickeln sie sich stürmischer. Das ist nicht vorhersehbar, damit muss man zurechtkommen. Immer ist solch eine Entwicklung Zufall, planen kann man das nicht.

Nun ist es passiert, der Tag läuft aus dem Ruder. Wir bemerken es natürlich zu spät. Der Selbsterhaltungstrieb will uns zu einer Reaktion zwingen und genau damit begehen wir den ersten und kardinalen Fehler. Wir wollen korrigieren, aber es wird uns nicht gelingen. Immer kommen wir einen Schritt zu spät. Eine Heerschar von Personaltrainern hat sich dieses Phänomens angenommen ohne es zu lösen. Erste Maßnahme, Deeskalation. Ein tolles Wort aber für unsere Situation unbrauchbar, es greift nicht. Schadensbegrenzung, schon besser. Nur, was wollen wir begrenzen, wenn wir nicht mal wissen was passiert. Eine Vorahnung kann man weder deeskalieren noch begrenzen, man kann nur abwarten was kommt.

Also lehnen wir uns zurück und harren der Dinge die da kommen. Nichts tun, wenn sich was zusammenbraut, ist schwer, es erfordert Mut. Jeder Aktionismus verschlimmbessert die Situation. Wir legen die Hände in den Schoß und hoffen. So viele Gedanken gehen uns jetzt im Kopf herum. Denken ist erlaubt, bloß nicht handeln. Mit der Zeit wird das unerträglich. Jetzt gilt es beharrlich im Nichts tun zu bleiben.

Genau an diesem Punkt fragen sie: Was passiert jetzt?" Die unlogische Antwort lautet: Niemand weiß es!"

Exakt das ist ein skurriler Tag. Wir sind mitten drin und wissen nichts. Wir spielen alle Möglichkeiten durch und doch wird es anders kommen. Wir sehen den Tag hinunterstürzen obwohl kein Abgrund da ist.

7.2.11 21:29

Letzte Einträge: zufrieden, Neue Ideen, Was habe ich mir alles vorgenommen ..., Was Mäuse mit der Hölle zu tun haben, Papyrus Autor, Unter dem Arbeitstitel ...



bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL