Da hilft nur noch Beten

Wir müssen das Ganze mit anderen Augen sehen.
Die tun nur das Beste für uns. Das haben sie schon immer getan und das werden sie immer tun!


Jahrein, jahraus opfern sie sich für uns auf, fern ihrer Familien, im tristen Berlin.


In endlosen Debatten vor leerem Plenarsaal harren sie aus. Es sind Kämpfertypen, die ihre Meinungen allesamt unter den Scheffel des Fraktionszwanges stellen. Natürlich ausschließlich im Dienste unserer Gesellschaft.
Vehement treten sie für die Freiheit ein, wenn gerade kein Erdogan in der Nähe ist, oder die NSA rumspitzelt.


Sie kämpfen für das Gerechte, indem sie die Managergehälter ins unendliche steigen lassen, Hartz 4 Empfänger in die Pflicht nehmen und die Rentenformel nach unten korrigieren.


Früher, ich meine ganz früher, gab es mal Sozialdemokraten, die ...


Ach, lassen wir das, das ist schon ewig lange her. Das waren verklärte Zeiten. Hier und heute spielt die Musik.

Flintenuschi rasselt mit dem Säbel, Schäuble knebelt die Griechen weiter, die Bundesmutti braucht 6 Stunden, um bekannt zu geben, dass sie von all dem nichts weiß.


Aber, wir sind wieder wer in der Welt. Wir diskutieren das Weltgeschehen auf Augenhöhe mit!

Ich lach mich schlapp. Das mit der Augenhöhe glauben die wirklich, unsere Besten der Besten.


Da hilft nur noch beten:
Herr, in all Deiner Güte und Deinem unendlichen Langmut, hau endlich mal auf den Tisch! Gib ihnen etwas Weisheit, ein winziges bisserl reicht schon. Vertreibe ihren Größenwahn, ihre Selbstherrlichkeit und lasse ihnen eine lange Nase wachsen, wenn sie lügen.




17.2.17 10:34, kommentieren

Nix Gewisses weiß man nicht

Bis vor Kurzem konnte ein Bericht in den Medien mit folgenden Worten eingeleitet werden:

»Wie aus gut unterrichteten regierungsnahen Kreisen zu erfahren war ...!«

Das, liebe Freundinnen und Freunde ist Schnee von gestern. Sowas gibt es nicht mehr.
Der Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages über die Abhöraffäre der NSA und des BND lässt ganz andere Schlüsse zu.
Nichts Wissen, nichts wissen wollen und sich um nichts kümmern wollen ist das Gebot der Regierenden.
Somit muss eine zukünftige Berichterstattung folgendermaßen beginnen:

Wie aus miserabel unterrichteten Regierungskreisen kolportiert wurde, handelt es sich um die reine Wahrheit oder was wir dafür halten. Wir wissen von Nichts, aber das vertreten wir alternativlos.

17.2.17 08:58, kommentieren

Die bayerische SPD, wie ich sie sehe

Jetzt kommen sie aus ihren Ecken gekrochen, die blassen Genossen der bayrischen SPD. Pronold sicherte sich erst mal seinen Listenplatz, dann schmiss er hin. Wohlgemerkt, nicht den Listenplatz, nur den SPD Vorsitz. Das nenne  ich Timing!

Nun hört und liest man Namen, von denen man vorher nie etwas hörte.
Allerorten wird was von Neuanfang gefaselt, und dass die »Schulz-Welle« nun auch nach Bayern überschwappen würde.
Wenn Ihr euch da mal nicht täuscht.

Es macht ein furchtbares Bild, wenn die Stellvertreter und die Stellvertreter der Stellvertreter per Zeitungsmeldung ihren Senf verbreiten. Das mag dem eigenen Ego schmeicheln, der Partei nützt das überhaupt nicht.
Ein »Neuanfang«, auch in der bayrischen SPD, gehört erst mal in die Parteigremien, die dann zeitnah mit Pressemeldungen Öffentlichkeit herstellen. So und nur so bekommt das ein Gesicht.

Sonst wird das nichts mit dem Überschwappen.

Wenn ein charismatischer Vordenker fehlt, was seit Jahren der Fall ist, ist es um so wichtiger, eine in sich einige und geschlossene Truppe zu präsentieren.
Aber auch das vermisse ich.
 
In einem ist die bayrische SPD spitze. Wenn’s ums Gezänk geht, spielt sie erste Liga.
Allerdings steht so auch fest, die 14 Prozent werden in Stein gemeißelt sein.

4.2.17 06:36, kommentieren

Fazit 2016: Oder die Massenmörder im feinen Zwirn.

 Sie scheuen das Wort »Krieg«, statt dessen reden sie von »militärischer Auseinandersetzung«. Dadurch werden Rüstungsgeschäfte gigantischen Ausmaßes ermöglicht.

Die Krisenherde dieser Welt werden nicht befriedet, sondern am Köcheln gehalten. Nur so sind permanente Waffen- und andere Geschäfte möglich.

Ist mal nichts Passendes am Laufen, rasselt garantiert bald ein Durchgedrehter mit dem Säbel. Geldgier und Machthunger machen’s möglich. Am Frieden ist das Großkapital nicht interessiert, damit lässt sich nichts verdienen. Zerstören und Wiederaufbauen sind die Geschäfte, die sie mögen.

Sie selber sitzen fernab in ihren Nobelsuiten und reiben sich die Hände. Das leidende Volk wird ignoriert und als Kollateralschaden abgetan.

Erschlagene, Zerfetzte und Ertrunkene werden billigend in Kauf genommen!

Wer Waffen finanziert, muss sie nicht in den Händen halten. Wer Kriege anzettelt steht gewiss nicht im Schützengraben.

Wenn es dann noch heißt: »Wir müssen unsere Demokratie verteidigen und denen unsere westlichen Werte näherbringen!«, dann wird es unappetitlich um nicht zu sagen zum Kotzen.

Vor diesem Hintergrund ist der Wunsch:

»EIN GUTES NEUES JAHR«

Zynismus pur.

1.1.17 10:18, kommentieren

In die Zukunft geschaut.


Freunde, jetzt ist es soweit.
»Handlettering« ist angesagt!
Das klingt so modern, so cool, so abgefuckt.

Da brauchst Du keine Mouse, kein Board, nicht mal einen Computer. Da brauchst Du nur einen Stift und ein Blatt Papier. Und natürlich eine Anleitung. Wie will man sonst damit Geld verdienen.

Wer kann denn heute noch so richtig per Hand schreiben? »Handlettering« heißt ins Deutsche übersetzt »Handschrift«, nicht mehr und nicht weniger. Wir hatten früher, Schönschreiben. Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen daraus einen Anglizismus zu machen.

Nichts mehr mit SMS, Twitter, E-Mail und all dem Kram. Der Zettel erobert die Schreibtische. »Post it« wird wieder modern. Der Zettelkasten ersetzt den PC. Da steht natürlich nicht mehr »Zettelkasten« drauf, sondern »Handlettering-Box«.

Das ist so wie mit der Mode. Alles kommt einmal wieder.

Da sitzt jetzt so ein Nerd weinend vor seinem neuen iMac, unfähig auch nur ein Wort zu stammeln, und weint bitterlich. Kein Posting, kein Mailing mehr. Handarbeit ist gefragt. Siri wird arbeitslos.

Die olle Schiefertafel erobert die Grundschule zurück. Briefpapier mitsamt Kuvert wird wieder in.

Kolbenfüllfederhalter und Tintenfass erleben eine Renaissance. Die Bleistiftproduktion setzt zum Höhenflug an. Wallstreet und Frankfurter Börse notieren, selbstverständlich handschriftlich per Zettel, Höchstmargen der Schreibwarenindustrie. Appel muss Konkurs anmelden. Windows ist eh nur noch Schrott.

Amazon hat sein Programm radikal umgestellt. Handgeschriebene Briefe werden bevorzugt behandelt. Reihenweise werden Internetportale dicht gemacht. Es besteht keine Nachfrage mehr. Elektronisch geht nichts mehr.
Handlettering erobert die Medien. Kuriere und Brieftauben sind wieder gefragt. Selbst das Faxgerät wird argwöhnisch beäugt, obwohl damit noch Handschriftliches übermittelt werden kann.

Ganz weit hinten rangiert die Bundestagsverwaltung. Sie tut sich sichtlich schwer das neue Handlettering umzusetzen.

Maschinengeschriebene Briefe werden vom Finanzamt nicht mehr angenommen. Alles wird radikal umgestellt.
Die Kontoauszüge der Banken und Sparkassen werden handschriftlich verfasst und per Post zugestellt.

Der Paradigmenwechsel ist immens! Handlettering löst das Computerzeitalter ab!

21.12.16 22:03, kommentieren

Die etwas andere Schöpfungsgeschichte


Als Gott die Sonne schuf
Erfand der Teufel sogleich den Sonnenbrand.
Gott erschuf Mann und Frau,
der Teufel die Ehe!

Nun wollte der Herr der Schöpfung die Krone aufsetzen
Und erschuf den Politiker.
Da musste der Teufel lange überlegen,
Schließlich erfand er einen zweiten Politiker.

Seit dieser Zeit ist die Zwietracht in unserer Welt!

15.12.16 13:37, kommentieren

Habt Ihr Euch schon mal darüber Gedanken gemacht?

 

Den meisten von uns ist er schon in frühester Jugend begegnet. Mit ihm wurden wir Erwachsen. Nicht auszudenken, was los wäre, wenn er nicht mehr da wäre.

Der Mann aus Myra hat in unserer Tradition eine lange Vergangenheit. Er ist tief verwurzelt im abendländischen Christentum und in unseren Herzen.

Aber, da gibt es noch einen. Einen wesentlich Jüngeren, der erst in den Dreißiger Jahren aus Amerika rübermachte.

Nehmen wir mal an, Sankt Nikolaus trifft rein zufällig den Weihnachtsmann. Ein Türke trifft einen Amerikaner.

Vielleicht fragt Nikolaus sein gegenüber, wo er denn genau herkomme. Amerika sei ja sehr groß.
Er könnte ihn auch fragen, warum er immer eine rote Hose und einen roten Wams trage mitsamt Zipfelmütze und ob das was zu bedeuten habe.
Oder was es mit dem Schlitten und mit dem Rentier auf sich habe. Vielleicht fragt er ihn auch, ob das »Ho ho ho«, das er immerzu ruft, Amerikanisch sei, oder von den Sioux-Indianern übernommen wurde.

Ganz schnell wird sich dann herausstellen, der Weihnachtsmann hat mit dem Christfest überhaupt nichts zu tun. Er wurde nur zu uns rübergeschickt, um Kasse zu machen. Ein typischer Trittbrettfahrer, eine Erfindung von Coca Cola.
Und erst die ganzen Storys drumherum. Er soll des nächtens durch den Kamin kommen. Was für ein Unsinn.

Der Nikolaus käme aus dem Kopfschütteln nicht heraus.

Sein Rentier, das übrigens Rudi heißen soll, habe eine rote Nase, die im Dunkeln leuchten würde.  So ein Schmarrn.

In ganz Europa ist dieser rotgewandete Mann mit seiner Zipfelmütze weit verbreitet. Er klettert an Balkongeländern und Balustraden hoch, steht mal dick, mal weniger dick in so manchem Schaufenster. Um immer wieder dieser bescheuerte Ruf »Ho ho ho!«

Lieber heiliger Nikolaus,
habe Nachsicht mit diesen Amerikanern. Sie haben es nie anders gelernt. Woher sollen sie es denn wissen? Von Coca Cola?
Es fehlt ihnen die Tradition. Als Du lebtest, war Amerika noch gar nicht entdeckt. Da gab es riesige Bisonherden auf den Prärien, stolze Indianer lebten mit der Natur in Einklang. Einen Weihnachtsmann gab es zu Deiner Zeit sicher nicht. Da war ja Weihnachten da drüben noch nicht mal erfunden.

Die verblüffende Ähnlichkeit mit einem typisch deutschen Gartenzwerg sollte Dir aufgefallen sein. Aber selbst den gab es schon vor ihm.

Er ist eine Modeerscheinung, mehr nicht.

Auch wenn er noch so laut sein »Ho ho ho« ruft.
Du heiliger Nikolaus und nur Du bist in unseren Herzen.

5.12.16 21:47, kommentieren


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