Papyrus Autor

Mein neues Schreibprogramm, gigantisch gut. Ein paar Tage testete ich eine Probeversion. Nun habe ich mir die Vollversion gekauft. Ich bin begeistert.



Was Mäuse mit der Hölle zu tun haben

"Wenn der Himmel dort droben ist, dann muss die Hölle da unten sein. So einfach ist das." Mit einem überlegenden Nicken und einem gebrummten Hmmm, überlegte ich, was mir der Dreikäsehoch damit sagen wollte.

"Ist doch so!" Ergänzte er in mein Schweigen hinein. Irgend etwas musst du jetzt antworten, dachte ich für mich und durchforstete meine Gehirnwindungen nach einer klugen Aussage.

"Das ist so wie mit den Mäusen." Er schaute mich verschmitzt an. "Mit den Mäusen?, fragte ich zurück. "Ja mit den Mäusen und den Bussarden." Ich musste ein zweites "Hmmm" nachschieben.

"Nicht kapiert? Es ist doch so. Wenns viele Mäuse gibt gibt es auch viele Bussarde." Mir fiel immer noch nichts Kluges dazu ein.

"Wo viel Himmel da viel Hölle", antwortete ich eher spontan als überlegt. "Fast", meinte er, "aber es muss immer mehr Mäuse als Bussarde geben, sonst wären die ja schon längst ausgerottet. Die Mäuse meine ich." Ich fragte zurück: "Dann sind die Mäuse die Hölle?"

"Warum die Mäuse?"

"Na, wenn es mehr gute Menschen als schlechte gäbe, dann wäre irgendwann die Hölle ausgerottet, oder?"

"Falsch! Von oben kann man herunterfallen."

"In die Hölle?"

"Natürlich in die Hölle. Aus Gut wird Böse."

"Aber das geht doch auch andersherum."

"Schon, aber nicht so viele wie herunterfallen."

 

 

Nebenbei gedacht

 

Wer nebenbei denkt muss sich auf den Zufall verlassen. Dabei darf der Nebenbeidenker nicht zu sehr von anderweitigen Tätigkeiten abgelenkt werden. Nebenbei denken heißt vollkommene Freiheit über das Denken. Wer hat das schon? Keine Richtung ist vorgegeben. Niemand grenzt ein, nur ich selbst bestimme wo es lang geht, nebenbei sozusagen.

Typische Produkte dieses Nebenbeidenkens sind phantastische Geschichten aus der grenzenlosen Phantasie. Diese Geschichten werden nicht gesucht, sie werden gefunden.

Was habe ich mir alles vorgenommen ...

Wieder einmal wurde ein Jahreswechsel genutzt um sich was Besonderes vorzunehmen. Ob es sich ums ‚Rauchen aufhören’ handelt oder ums ‚Abnehmen’. In der Silvesternacht werden die Schwüre bei einem Gläschen Sekt begossen und der feste Wille ‚sein Ding’ durchzuziehen ist riesengroß. Die ersten drei Tage im neuen Jahr meiden wir das Nikotin wie der Teufel das Weihwasser. Statt Schinkenbrot und Schweinsbraten werden Mineraldrinks und Salatteller geordert. Gesund will man leben, alte Gewohnheiten über Bord werfen und ganz bewusst leben. Mehr Bewegung und weniger Alkohol sind angesagt.

Nur, das alte Ego lauert und bringt unsere guten Vorsätze spätestens nach einer Woche ins Wanken. Der Dauerlauf wird wegen schlechten Wetters ein ums andere mal verschoben, das Kalorieneinsparen bei der erstbesten Gelegenheit ausgesetzt. Auf das abends genehmigte Gläschen Wein folgt ein zweites weil es doch gerade so gemütlich in der Runde ist. Ein erstes Zigarillo wird damit erklärt es sei ja nicht so schädlich wie eine Zigarette. Der Kumpel am Stammtisch bestellt sich einen Grillteller, dass einem das Wasser im Munde zusammenläuft. Der Hunger nagt so schlimm in den Gedärmen, dass eine Currywurst herhalten muss.

Die Silvesternacht mit ihren Schwüren ist so unendlich weit weg. Die neu angeschaffte Badezimmerwaage  wird hartnäckig ignoriert. Ganz heimlich werden Chips und Erdnüsse hervorgeholt und schon mal die zweite Flasche Bier aufgemacht.

Sicher, das schlechte Gewissen meldet sich ab und zu.  Die ersten Ausflüchte werden parat gelegt. Man könne halt nicht alles auf einmal wollen. Ein bisschen bedauert man sich selber wie schwer doch alles sei. Die anderen hätten es da viel leichter, die könnten essen wie die Scheunendrescher und würden doch nicht zunehmen. Immerhin ist die neue Zigarettensorte leichter als die alte. Zwischendurch wird mal ein alkoholarmes Bier getrunken und statt Burgunderbraten gibt’s gelegentlich Hähnchenbrust. Doch im Großen und Ganzen ist alles so geblieben wie es war.

Natürlich war die Gesundheitsoffensive, die man sich selbst in der Silvesternacht auferlegt hatte, zum falschen Zeitpunkt gestartet.  Der Körper war darauf nicht mental vorbereitet. Alleine schafft man das nicht, so die neueste Argumentation.  Zehn Kilo in zwei Wochen, so versprechen uns diverse Anzeigen in der Regenbogenpresse. Die Bilder ‚vorher’ und ‚nachher’ zeigen ein und dieselbe Person als ‚Speckkoloss’ und wenige Wochen später als ‚elfenhafte Grazie’. Und das mit nur einer Monatspackung pulverisierter Glückseeligkeit für stramme einhundertfünf Euro. Jetzt steht die Blechdose in der hintersten Ecke im Küchenschrank. Sämtliche Spurenelemente und Vitamine schlummern in der angebrochenen Dose vor sich hin und warten auf den nächsten Anlauf.

Und er kommt ... oh ja der wird kommen!

Spätestens am Aschermittwoch mit dem Beginn der ‚Fastenzeit’.

Meine leidgeprüften Gewichtsreduzierer und Raucherentwöhner, fassen sie neuen Mut, es ist nie zu spät. Nehmen sie die schicksalhafte Entscheidung erneut auf sich. Nie mehr Schweinebraten und Tabakdunst, es werden glückliche Zeiten anbrechen.

Ihre Badezimmerwaage wird ihnen regelmäßig mitteilen wie schlank sie geworden sind. All die lieben Freunde werden sie beneiden, wenn sie die angebotene Zigarette mit den Worten ablehnen: „Ich habe aufgehört!“

Sie denken jetzt schon an die Sommermonate, in denen sie im figurbetonten Badeanzug Männerblicke auf sich ziehen. Ihr ‚Waschbrettbauch’ unter dem luftigen T-shirt wird ihr Stolz sein. Sie werden ein Mineralwasser bestellen und den wamperten Kerl am Nebentisch mit seinem frisch gezapften Weizenbier überlegen anlächeln. Wenn sie wirklich mal Verlangen nach einem Zwiebelrostbraten verspüren, dann ziehen sie ihre Outdoor-Schuhe an, schnappen sich ihre Skistöcke und rennen per ‚nordic walking’ im Wald rum. Schöne Zeiten werden anbrechen ohne Rauch und Bratwurst. Sie werden glücklich sein ... hoffentlich!

Aktuelles über die Schickeria

 

steht im Schwesterblog

Halbseiter von Fabrizius

Neue Ideen

 

sie müssen nur noch umgesetzt werden.

"Einmal mehr und nie weniger"

Geschichten von Aufschneidern und  Minimalisten

ein paar Gedanken kreisen im Kopf. Wahre Begebenheiten, die schon Jahre zurück liegen werden plötzlich in meine Gehirnwindung gespült. Meistens gehen irgendwelche Beobachtungen voraus. So eine Beobachtung hatte ich gestern in der Stadtgalerie in Passau. Was ganz harmloses, alltägliches. Wer nicht genau hinschaut, dem fällt so was gar nicht auf. Ein Gesicht, nein, es war nicht das Gesicht, es war die markante Nase des Unbekannten, der da so lässig am Dönerstand wartete. Ich ging vorbei und schaute eher zufällig in dieses Gesicht. Heute Nachmittag, ich saß vor meinen Textskizzen am Tisch, kam mir diese Nase wieder vor mein geistiges Auge. Ein innerer Film lief ab, es kamen Erinnerungen. ich kannte diese Nase irgendwo her. Das Gesicht war nur drum herum, aber die Nase und dann wusste ich es. Es war die Geburt einer neuen Story, die ich, wenn sie fertig geschrieben ist, hier erzählen werde.

zufrieden

Ein intensiver Schreibtag. Heute fluppte es. Die Ruhe im Haus und konzentriertes Arbeiten waren gute Voraussetzungen. Wenn ich jeden Tag so dran bleiben könnte.