Heimat

 

Das geht nur mit LINKS!

In einem Land, in dem wir
 »gut und gerne leben«


Müssen die Renten zum Leben reichen.


Wohnraum muss zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung stehen.


Die Alten- und Krankenpflege muss ausreichend vorhanden sein und sie  muss ordentlich bezahlt werden.

Sonst ist Heimat und Leitkultur nur was für Reiche.

15.2.18 10:02, kommentieren

Es muss einmal gesagt werden!

 

Mit meinen 70 Jahren habe ich in der SPD viele kommen und gehen sehen.
Schon früh war ich mit meinen Eltern, damals beide Jungsozialisten, auf Parteitreffen. Vor dem Godesberger Programm (1959) wurde bei Parteiveranstaltungen die Internationale gesungen.
Mein Großvater war SPD-Bürgermeister. Irgend ein Mandatsträger war immer in der Familie.

Die SPD war mein stetiger Begleiter. In vielen Wahlkämpfen war ich aktiv dabei. Ich erlebte Erich Ollenhauer, Willi Brand, Egon Bahr, Fritz Erler, Herbert Wehner und viele andere SPD Politiker hautnah.

Ich war stolz ein Roter zu sein!
Das ändere sich auch nicht, als ich eine Akademikerlaufbahn einschlug. Meine Wurzeln vergaß ich nie! Das Buch »Links und frei« von Willi Brand definierte meine politischen Ansichten. Für ihn kämpfte ich bis zum Umfallen. Es war und ist in der Sozialdemokratie mein Vorbild!

Die Sozialdemokraten in der »S«PD sind rar geworden.
Der Seeheimer Kreis überflutet die Partei.  Es ist nicht mehr schick links zu sein.

Mein Herz schlägt weiterhin links, weit links in der SPD, obwohl ich der Partei, seit Schröders Sozialabbau, nicht mehr angehöre.

Wenn ich mich umschaue in der Partei sehe ich keine überragenden Köpfe. Das Gros wird von Karrieristen, Schaumschlägern und Wendehälsen bestimmt. Ein krankmachender Ehrgeiz nagt an der Sozialdemokratie. Die Beliebigkeit treibt sich um in der Partei, für die ich viele Jahre mein Herzblut vergossen habe.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es. Die Jungsozialisten!
Es ist bitter, wenn das ein Siebzigjähriger sagen muss.
»Fegt die alten Karriereristen weg, zeigt den Schaumschlägern, was echte Sozialdemokratie ist.
Habt den Mut Fehler zu machen, aber lernt aus diesen Fehlern.
Lasst Euch nicht entmutigen. Die Zukunft gehört Euch und nicht den Sesselfurzern in den Parteigremien.


10.2.18 09:19, kommentieren

Grokotz ...

 

S’Angela testet die Schmerzgrenze ihrer Partei aus und Schulz bricht zum x-ten Mal sein Wort.
Beide fuhren übrigens die schlechtesten Ergebnisse ihrer Parteien ein.

Wenn überhaupt, kann man das nur mit einem kräftigen Schuss Sarkasmus kommentieren.

Da wird von einer »Handschrift« geredet, wobei Handschriften den Charakter eines Menschen ausdrücken.
Ich sehe hier nur ein von Angstschweiß beflecktes Pamphlet, das die Macht sichern will und nur der Gier geschuldet ist.

8.2.18 08:00, kommentieren

Die Installation

Vor kurzem war ich auf einer Vernissage. Da musste ich an eine Begebenheit zurückdenken, die ich so nie mehr erlebt habe.

Neulich war ich auf einer Vernissage der besonderen Art!
Geschlagene eineinhalb Stunden dauerte die Zumutung, bis mir der Kragen platzte.

Ich stand auf, es waren nur wenige Schritte bis zum Podium, schnappte mir das Mikrofon und sagte: »Ich kann dieses abgefuckte Geschwafel nicht mehr hören.«

Es war mucksmäuschenstill. Eigentlich wollte ich etwas mit »Scheiße« sagen, aber ich beherrschte mich und milderte auf »abgefucktes Geschwafel« ab.

Der Laudator in der ersten Reihe schaute sehr indigniert und kräuselte die Stirn. Die Künstlerin neben mir, sie stand noch auf dem Podium, behielt den Mund so weit offen, dass man die Kronen ihrer Backenzähne einzeln abzählen konnte. Es waren drei.

Es war nämlich so: Der Laudator, irgend ein Kunstmensch, wahrscheinlich mit abgebrochenem Kunstakademiestudium, hatte fast eine Stunde herumgeredet. Er palaverte was von neuer Frische in der Kunst, von tropischen Farben, Urwaldstimmung und all so ein Kram.

Besagte »Urwaldstimmung« war ein Ensemble, in Kunstkreisen »Installation« genannt, aus einem hohlen Baumstamm, in dessen Inneren eine Neonröhre Licht durch ein Gestrüpp von grell angemalten Gräsern nach außen warf. Neben dem Baumstamm lag eine zusammengefaltete aber ramponierte Bastmatte in Giftgrün, darauf stand ein golden angemalter Dreibeinschemel, an dem eine rostige Blechdose mit einem überdimensionierten weiß angestrichenen Nagel festgenagelt war.

Unter dem Schemel lagen eine Plastikschlange, ein Eierkocher und drei Suppenlöffel aus Aluminium.


Das Ensemble war auf einem roh gezimmerten Holztisch hergerichtet, der mich spontan an einen Lattenrost erinnerte. Jedenfalls gehörte der Holztisch nicht zur Installation, er war nur eine erhöhte Ablage um diese besser zur Geltung zu bringen.

Die drei Suppenlöffel würden die drei monotheistischen Weltreligionen symbolisieren, meinte der Kunstakademieabbrecher. Der Eierkocher, so dozierte er weiter, sei eine Hommage an die Fruchtbarkeit.

Das war einfach zu viel für mich. Als danach die Dreikronenkünstlerin was von der Erotik des Baumstammes faselte, stand ich auf.
Sie kam nicht mehr dazu, die Plastikschlange zu erklären.

Der Eklat nahm seinen Lauf. Und jetzt grübele ich, ob ich eventuell zu spontan reagiert habe.

28.1.18 16:04, kommentieren

Mehr LINKS

Mehr LINKS

Rechtsaussen und Neonazis kann man nicht dadurch bekämpfen mehr nach rechts zu rücken. Das Gegenteil muss her.

MEHR LINKS!

Die SPD muss endlich wieder sozialdemokratisch werden!

2.10.17 10:32, kommentieren

Eremias 1.01 - Die Kontemplation

 Das Anforderungsprofil eines Verschwörungshistorikers lag völlig im Dunkeln, es war Neuland.

Die klassischen Geisteswissenschaften bildeten den Umfang bei Weitem nicht ab. Schließlich bewegen sich die modernen Verschwörungstheorien nicht nur in den Geisteswissenschaften, sondern mehr und mehr in den Naturwissenschaften, der Weltraumforschung und der Medizin.

Ein Germanist oder Altphilologe wäre heillos überfordert. Selbst ein Jurist mit Einserexamen und Auslandssemester konnte den Anforderungen nicht genügen.

Auch wenn Lehrer bei vielen Ereignissen glauben, die Besten zu sein, haben sie in diesem Fall einen entscheidenden Fehler, sie sind Besserwisser und somit unbrauchbar.

Es musste eine Persönlichkeit mit ganz anderem Kaliber für diese Aufgabe gewonnen werden.

Eremias war studierter Genetiker und hatte seinen Abschluss in Sinologie. Er verbrachte einige Jahre an der Universität Peking und sprach fließend Mandarin.

Zuletzt coachte er den Heilpraktikerbund und war für dessen Außendarstellung verantwortlich.

Mit 45 Jahren ließ er seinen 5 Jahresvertrag auslaufen, weil er der festen Meinung war, der Hype um die Pillendreher habe den Zenit überschritten.

Während eines Kurzurlaubes auf den Lofoten, Eremias war leidenschaftlicher Hochseeangler, erreichte ihn die Meldung, die europäische Forschungskommission beabsichtige, einen Lehrstuhl für Verschwörungstheorien ins Leben zu rufen.

Dafür war er, Eremias, der richtige Mann!

Ein Telefonat mit einer hochgestellten Persönlichkeit in Berlin, selbst Physikerin mit weitreichendem Einfluss, machte die Sache perfekt.

Eremias wurde der erste europäische Verschwörungshistoriker mit weitreichenden Befugnissen.

Mit seinem Lehrstuhl wollte Eremias an keine Grosstadtuniversität. Die besten Voraussetzungen, recherchierte er, habe er in Passau.

Dort seien schon immer die unterschiedlichsten Strömungen und Denkrichtungen vertreten gewesen.

Ein übermächtiger Klerus, eine sich selbst lähmende CSU bei einem umtriebigen SPD Bürgermeister, vermengt mit allerlei Okkultem, wie dem Scharfrichterhaus und den Goldhaubenfrauen.

Das alles in einem wunderbaren Dreiklang mit Hochwasser, Europabibliothek und dem Wallfahrtsort Mariahilf.

Mehr geht nicht, sagte sich Eremias im Stillen und pilgerte erst mal zur Kontemplation die 321 Stufen hoch zu Mariahilf.

17.7.17 13:30, kommentieren

Eremias – der Verschwörungshistoriker


Überall dort, wo Geheimniskrämerei und Okkultes zuhause sind, wird der Nährboden für Verschwörungstheorien bereitet.
Das gab es zu allen Zeiten, bis auf den heutigen Tag.

Das Agieren im Verborgenen, das Pflegen geheimer Rituale, ziehen Verschwörungstheoretiker magisch an.

Ist sie erst in der Welt hält sie sich über Jahrhunderte, selbst wenn es längst eine wissenschaftliche Erklärung dafür gibt.

Das Unbekannte beflügelt die Fantasie. Da kommt das eine zum anderen. Da ein vertrauliches Wort, dort eine Andeutung. Ein vielsagender Blick, betretenes Schweigen  und schon ist die Sache in der Welt.

Ein weites Feld für Verschwörungstheoretiker aller Couleur.

Selbst in unserer heutigen aufgeklärten Welt treiben Verschwörungstheorien fröhliche Urständ. Manchmal kommt es einem so vor, als ob der rational denkende Mensch besonders anfällig für Verschwörungstheorien ist. Irgendetwas muss jenseits des Rationalen existieren.
Das Unbekannte, nicht Erklärbare hat seine Faszination bewahrt.

Verschwörungstheoretiker gibt es wie Sand am Meer. Deshalb erstaunt es, dass sich niemand wissenschaftlich mit diesem Phänomen auseinendersetzt.

Verschwörungstheoretiker sind reale Menschen, die eine andere Meinung vertreten als der Mainstream. Deshalb muss ergründet werden, was sie davon abhält eine allgemein anerkannte Meinung anzunehmen.

So eine Aufarbeitung ist überfällig. Das fällt umso schwerer, da kein eindeutiger Studiengang existiert. In vielen geisteswissenschaftlichen Fächern werden Verschwörungstheorien am Rande erwähnt, vielleicht als besonderes Bonmot in einen Vortrag eingebaut oder als skurriles Faktum zum Besten gegeben. Eine ernsthafte Beschäftigung mit diesem weitverbreiteten Phänomen ist das nicht.

Das soll jetzt anders werden. Zum ersten Mal hat sich ein ernst zu nehmender Wissenschaftler diesem Phänomen angenommen. Systematisch sollen die einzelnen Verschwörungstheorien angegangen werden.

Es gibt bereits eine »Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften«, die sich Teile dieser Phänomene annimmt.
Hier wird die argumentative Seite besonders gepflegt, eine Ursachenforschung steckt noch in den Anfängen.

Krude Ideen und Hirngespinste sind keine wissenschaftliche Sprache. Trotzdem müssen sie erforscht werden.
Paranormale Phänomene, wie sie Verschwörungstheorien oft benutzen, müssen analysiert werden und dürfen nicht als Mumpitz abgetan werden.

Dies ist exakt das Feld des Verschwörungshistorikers.
Sein Name: EREMIAS

15.7.17 11:17, kommentieren


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